DHG Witiko zu Passau

  • Deutsche Hochschulgilde Witiko zu Passau (Gilde)
  • Bandfarben: Weinrot-Silbergrau in schwarzer Einfassung
  • Adresse: keine
  • Verband: Deutschen Gildenschaft (DG)
  • Einordnung: Lebensbund, nichtschlagend, bandtragend, überkonfessionell und gemischtgeschlechtlich mit völkischer und bündischer Ausrichtung
  • Facts:
  • Gründung Herbst 2000 in Passau (offiziell 07.07.2001) aus Reihen von Passauer Studierenden – Aufnahme in die DG beim Bundestag der Gilden 2004
  • Verbandsleben: bündische Aktivitäten in freier Natur, Gildenabende mit volkstümlicher Musik und Referaten zu völkischen Themen sowie gemeinsame Aktivitäten mit anderen Gilden
  • Die DG hat ihre Wurzeln in der bündischen Jugendbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre politische Ausrichtung bis heute: Völkischer Nationalismus
  • Eine von drei aktiven der insgesamt sechs Mitgliedsbünde in der Deutschen Gildenschaft – In der DG sollen kaum mehr als 500 Personen (Aktivitas und „Alte Herren/Damen“) korporiert sein
  • Diverse Führungsmitglieder der „Neuen Rechten“ haben einen gildenschaftlichen Hintergrund z.B. Dieter Stein (Leiter der Wochenzeitung Junge Freiheit), Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann (Gründer des Instituts für Staatspolitik (IfS) und des Verlages Edition Antaios). Kubitschek war bis 2002 Aktivensprecher der DG
  • Aktiv?: ja, aber konspirativ

Neben der „Deutschen Burschenschaft“ (DB) existiert mit der „Deutsche Gildenschaft“ (DG) noch ein zweiter extrem rechts dominierter aber weitestgehend unbekannter verbindungsstudentischer Dachverband im deutschsprachigen Raum. Deren Mitgliedsbünde nennen sich „Deutsche Hochschulgilden“ (DHG) und wirken extrem konspirativ ohne je wirklich in die Öffentlichkeit zu treten. Dies liegt u.a. daran, dass die akademischen Studentenverbindungen der DG, die im Gegensatz zu den männerbündischen Korporationen gemischtgeschlechtlich sind, von einem bündisches Selbstverständnis geprägt sind. Personelle Überschneidungen bestehen übergreifend auch zu bündisch-völkischen Organisationen. Merkmal dieser ist eine starke Prägung durch völkisch orientierte Sippen und Familienverbände. Die DG hat ihre Wurzeln in der bündischen Jugendbewegung zu Beginn des Jahrhunderts. In ihrer programmatischen Salzburger Erklärung von 1992 verlangt sie die Wahrung nationaler Identität und kritisiert einen »Mangel an nationalem Empfinden«. Sie fordert »die tatkräftige Unterstützung des deutschen Volkstums«, Volksgruppenrechte für Deutsche in Osteuropa und ein »Europa der Völker und Volksgruppen«. Die Politische Ausrichtung der DG (in ihrer heutigen Form gegründet um 1958) wird dem völkischen Nationalismus zugeschrieben. Diverse Führungsmitglieder der „Neuen Rechten“ sollen einen gildenschaftlichen Hintergrund haben: z.B. Dieter Stein (Leiter der Wochenzeitung Junge Freiheit), Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann (Gründer des Instituts für Staatspolitik (IfS) und des Verlages Edition Antaios). Kubitschek selbst war bis 2002 Aktivensprecher der DG.

Eine von drei heute noch aktiven der insgesamt sechs Mitgliedsbünde in der Deutsche Gildenschaft ist die DHG Witiko zu Passau. Diese wurde erst im Herbst 2000 in Passau (offiziell dann am 7.7.2001) aus Reihen von Passauer Studierenden gegründet und drei Jahre später (2004) von der DG beim Bundestag in den Verband aufgenommen. Insgesamt sollen in der DG kaum mehr als 500 Personen (Aktivitas und „Alte Herren/Damen“) korporiert sein. Das Verbandsleben der DHG Witiko zu Passau, über welches kaum etwas bekannt ist, soll sich laut DG-Website in bündischen Aktivitäten in freier Natur, Gildenabenden mit volkstümlicher Musik und Referaten sowie gemeinsame Aktivitäten mit anderen Gilden entfalten.

Mit der politischen Ausrichtung bzw. Verortung der DG und der Mitgliedsbünde darin beschäftigen sich folgende Artikel:


Am 05. Juni findet der alljährliche Pfingstkongress des „Coburger Convents“ (CC) in Hannover statt. Pandemiebedingt wird es vor Ort keine überregional beworbenen Gegenproteste geben, deshalb soll bundesweit lokaler Protest gegen männerbündische, pseudoelitäre Studentenverbindungen gezeigt werden. Denn der Pfingstkongress ist nur eine von vielen korporativen Veranstaltungen, anlässlich welcher Korporationen zur Vernetzung neuer Rechter und konservativer Elite zusammenkommen. Dabei marschieren sie traditionell mit Fackeln durch die Coburger Innenstadt und machen sie zu einem Ort, an dem sich alle, die nicht in ihr Weltbild passen, weder wohl noch sicher fühlen können. In Passau gibt es aktuell zwar keine Verbindungen des CCs, dafür aber viele andere Verbindungen.

Anlässlich der bundesweiten Proteste gegen Korporationen des CC und männerbündische Akademikerverbindungen zeigen wir euch, welche Korporationen derzeit und früher in Passau aktiv waren und wie diese zu erkennen und einzuordnen sind.

Hintergrundinfos zum Coburger Convent findet ihr hier: http://coburgerconvent.blogsport.de/

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